Blühender Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald

(Er-)Lebenswerte Wiesen für Bienen, Schmetterlinge und Menschen

Der Naturpark Schwäbisch-Fränkischer Wald will das Jahr 2019, geografisch zwischen der Bundesgartenschau in Heilbronn und der Remstal-Gartenschau gelegen,  mit der Aktion "Blühender Naturpark" begleiten und verbinden.

Wir zerstören Millionen Blüten, um Schlösser und elektrisch beleuchtete Theater zu errichten, dabei ist eine einzige Distelblüte wertvoller als tausend Schlösser. (Leo Tolstoi)


Kennen Sie intakte Wildblumenwiesen? Nein?

 

Sie ist ein wertvolles und vielfältiges Ökosystem mit unzähligen Arten von Honigbienen, Wildbienen, Schmetterlingen und vielen eher unscheinbaren und wenig bekannten, aber wichtigen Insektenarten.

 

Hohe Stickstoffeinträge führen dazu, dass sich auf vielen Wiesen vor allem Löwenzahn und Wiesenschaumkraut halten können. Die Vielfalt der Magerwiesenarten wird verdrängt. Mit der abnehmenden Artenvielfalt von Blumen und Kräutern nimmt gleichzeitig die tierische Artenvielfalt ab, denn diese sind auf ein breites Nahrungsangebot vom Frühjahr bis in den Herbst hinein angewiesen. Manche Arten, wie die Wildbienen, haben sich auf bestimmten Pflanzenarten spezialisiert. Fehlen diese, verschwindet auch die davon abhängigen Tierarten.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald - Kreisverband Rems-Murr unterstützt die Aktion des Naturparks nachdrücklich als aktiven und rasch sichtbaren Beitrag, die Artenvielfalt im Schwäbischen Wald zu erhöhen und bedrohten Tierarten ein Überleben zu sichern. Gleichzeitig ist eine bunte, blühende Blumenwiese auch ein Augenweide für den Menschen und ein Beispiel, dies auf vielen weiteren Flächen, etwa im heimischen Garten, fortzusetzen, als frische Alternative zur Rasen-Monokultur und zum Koniferen-Einerlei.

 

Ziele des Blühenden Naturparks

  1. Eine langfristige und dauerhafte Etablierung von mehrjährigen, gebietseigenen Blühpflanzen aus regional produziertem Saatgut in den Naturparkgemeinden, z.B. auf ,,Eh-da" Flächen, also Flächen ohne landwirtschaftliche oder naturschutzfachliche Nutzung, etwa. entlang von Rad- und Fußwegen,  auf Verkehrsinseln und -kreiseln, an Böschungen, auf Gemeindeeigenem Grünland oder auf Grünflächen im Gewerbegebiet
  2. Einwohner wie Besucher für die blühende Vielfalt vor der Haustür begeistern und das Verständnis dafür erhöhen, wenn bspw. Gemeindeflächen ,,wilder" werden.

Was hilft Bienen und Co. nicht?

  • kurzfristige und einmalige Blüherlebnisse ohne Mehrwert für Insekten
  • eingeführte Sorten oder,,Allerwelts-Saatgut" ohne Bezug zur regionalen Flora
  • gefüllte Sorten ohne Pollen und Nektar
  • Vorbereitung und Pflege der Flächen mit Hilfe von Spritzmitteln

Weiterführende Infos